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"Viehmarkt", Performance von Sebastian Bieniek, 2011

Performance auf dem Viehmarkt in Pona. Die Menschen die den Viehmarkt ausmachen wurden angehalten sich auf einer Leiwand festzuhalten und so den Viehmarkt abzubilden.

Das Konzept:

2011 folgte Sebastian Bieniek einer Einladung des Art House Pona eine Performance in der unmittelbaren Umgebung des Kunsthauses zu realisieren. Da sich das Kunsthaus in zwar einer wunderschönen, aber abgelegenen Gegend in Georgien befindet, erschien dem Künstler der dortige Viehmarkt als der interessanteste Ort um eine Performance zu machen.

Der Künstler entschied sich ähnlich wie in seiner Arbeit "Picture Of Equality/Picture Of Differance" (2001), die Besucher zu den Machern des Kunstwerks zu machen.

Somit betratt Sebastian Bieniek den Viehmarkt mit einer Leinwand in der Hand und bat die Viehmarkt-Besucher - und Teilnehmer diese Leinwand zu füllen. Er erklärte, dass er um den Viehmarkt zu "malen" nicht das was er sieht abmalen möchte, sondern die Menschen, die den Ort ausmachen auf der Leinwand "festhalten" möchte und wer könne das denn besser als die Menschen selbst?

Der Markt wird also einzig duch die "Zeichen" der Menschen, die ihn füllen/beleben ausgemacht. Und die Menschen sind nicht das was man sieht, sondern das was sie selbst tun. Deshalb müssen ihr Tun festgehalten werden, will man den "Ort"  so wie er "lebt" bzw. erlebbar war festhalten.

Dazu angehalten von dem Künstler versammelten sich also die Menschen um die Leinwand und jeder unterschrieb sie bzw. malte etwas drauf. Bis es zu regnen begann... Ab da dienste die Leinwand den Menschen als eine Art Überdachung und der Regen, der ihr Aussehen veränderte war damit ein Teil des Prozesses und hinterließ genauso wie die Menschen seine Spuren auf dem aus der Aktion hervorgegangenem Gemälde.

Video Dokumentation (3teilig):

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

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© Sebastian Bieniek