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"Deja Vu", Performance von Sebastian Bieniek, 2002

Performance / Kurzfilm. Galerie 35, Simon-Dach-Str. Berlin

Die Vernissagebesucher wurden von einer Videoinstallation empfangen. Auf dem Video war die selbe Szenerie zu sehen wie das was sie sahen. Ein paar Fotos hingen auf der Wand der Ausstellung, Besucher kamen in die Galerie. Auf einmal begannen die Besucher auf dem Video, die übrigens ebenfalls in real da waren, die Fotografien zu zerstören, alles umzuschmeißen die Galerie zu demolieren.

Puplikum während der Aktion und Ausstellung "Deja Vu" in der Galerie 35 in Friedrichshain, 2002.

Pressestimmen:

"Schön massiv, schnell verschmiert

Mit seinen Gesichtslandschaften möchte sich Sebastian Bieniek in der Galerie 35 auch Gedanken zu Zeit-Räumen machen

eit je sind Künstler fasziniert von dem Gleichnis zwischen Landschaft und menschlichem Körper. Zahlreiche Fotografen mit einer Masse von Beiträgen zu diesem Thema, Surrealisten wie Dalí, die mit den Kurven erotisierte, absurde Landschaften erzeugten, oder Regisseure wie Anthony Minghella, der sein Epos "Der englische Patient" mit dem Blick auf eine schier endlose Wüstenlandschaft begann und die Bilder mit einer Erzählung aus "Tausendundeiner Nacht" unterlegte, beziehen sich auf die uralte Tradition: der Verbindung von Frau und Natur. Sebastian Bieniek bricht mit seiner Arbeit dieses stereotype Prinzip. Die Porträts mit den harten Konturen eines Männergesichts, das mit dem beschmiert ist, was uns von der Werbung gern mit einem jungen Frauenkörper verkauft wird, Nivea-Crème, funktionieren vielschichtiger. Die Fotografie nutzt er lediglich, um seine Skulpturen, die mit malerischen Mitteln geschaffen wurden, in Szene zu setzen. Das wiederkehrende Motiv in seiner Arbeit ist jedoch der Versuch der Menschen, den Zeit-Raum zu begreifen, ihn zu manipulieren. Mit diesen Werken scheint der Künstler, der in der Vergangenheit eher durch drastische Performances auffiel, wunderlich brav geworden zu sein. Vielleicht sollten sich die Vernissagengäste in der Galerie 35 gerade deshalb auf eine Überraschung vorbereiten. Denn oft trügt der erste Eindruck."

TAZ, Link zum Artikel im TAZ-Archiv

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© Sebastian Bieniek